FRANZISKA MEGERT

 

 

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HOMMeAGE

Videoinstallation mit Computeranimation, 4 Minuten, 1996
(1 Player, 1 Videoprojektor)

installation vidéo avec animation d'ordinateur, 4', 1996
(1 player et 1 projécteur vidéo)

TEXTE EN FRANÇAIS:

 

DATEN und BILDER der Installation und der darin enthaltenen 3-D Animation

Gesamtansicht der Installation HOMMeAGE
VUE SUR LßINSTALLATION HOMMeAGE

Still aus HOMMeAGE

Still aus HOMMeAGE

HOMMeAGE: als ironische Widmung (HOMMAGE) an den Mann - an den alten Mann (HOMME AGE), ´alt´ nicht in Hinsicht auf die Anzahl seiner Lebensjahre, sondern in Anbetracht des Mannes als erotisch interessiertes und aktives Wesen, der stets der bleibt, der er immer schon war; letztlich eine Widmung an den ewigen Mann.
Eine 3-D Animation wird mit Hilfe eines Videoprojektors endlos auf ein - auf einer gespannten Wäscheleine zum Trocknen aufgehängtes und durch einen Ventilator leicht bewegtes - Leintuch (weißes Bettuch) projiziert.

MASSE DER INSTALLATION:

360 x 600 x 210cm (BxTxH)
RAUM und LICHT : minimale Raumgröße 500 x 800 x 250cm (BxTxH). Im völlig abgedunkelten Raum muß eine Lichtquelle (mit Dimmer) im Raum installiert werden, damit alle Teile der Installation gesehen werden können und der Betrachter eine Orientierung im Raum bekommt.

BESTANDTEILE DER VIDEOINSTALLATION:

- 1 Videoprojektor (BEAM): 1 EIKI LC-3010 (Videoprojektor) mit Normalobjektiv - 1 S-VHS Player, stereo - 1 S-VHS Videoband mit 2h Spieldauer - 2 Lautsprecher - 1 Holzgehäuse für den Schutz der beiden Geräte - 1 Wäscheleine - 2 Holzstangen - 2-4 Heringe (zur Fixierung der über die Holzstangen gespannten Wäscheleine) - 1 weißes Leintuch (Normalgröße: 165 x 240cm) als Projektionsfläche - 4 Wäscheklammern - 1 Ventilator zur leichten Bewegung des aufgehängten Bettuches - Bild- und Tonkabel, Mehrfachstecker, Kabelabdeckung (auf dem Boden) - 1 Lampe

Installationsaufbau von HOMMeAGE


NETZANSCHLÜSSE: 2 normale Netzanschlüsse (siehe Zeichnung) im vorderen Teil des Raumes werden die beiden elektronischen Geräte und das Licht mit einem Dreifachstecker angeschlossen, im hinteren Teil des Raumes braucht ein Ventilator Stromzufuhr

LÄNGE DER ANIMATION: 4 Minuten

INHALT DER ANIMATION: Eine Anthologie von ca 200 liegenden, sitzenden und stehenden weiblichen Akten aus der Malerei der letzten 500 Jahre - von der Renaissance ausgehend bis in die zeitgenössische Kunst reichend - bildet die Grundstruktur der Animation. Alle Akte - meistens Ausschnitte aus Bildern - sind im Computer auf ungefähr dieselbe Körpergröße skaliert worden. (Der größte Teil der uns bekannten weiblichen Akte sind von Männer gemalt: um nur einige zu nennen Cranach ,Tizian, Tinoretto, Botticelli, Jordaens, Rembrandt, Rubens, Boucher, Courbet, Poussin, Ingres, Delacroix, Matisse, Kirchner, Picasso, Grosz, Modigliani, Balthus, Lichtenstein etc. ). Alle zusammen bilden sie eine flexible Architektur bestehend aus langen Korridoren, Verzweigungen, Sackgassen, großen Hallen, Treppen. Ein riesiges Labyrinth - vollständig austapeziert mit den vielen sich im Raum verschiebenden und drehenden Frauenakten - in welchem ein Mann sich verlustiert, Ängste aussteht, flüchtet, tanzt, kommuniziert und und und... Dieser Mann ist ausschließlich in Form seines Blickes erkennbar und präsent. Es ist der parodierte öffentliche und private, historisch geprägte 'doppelte' Blick des europäischen Mannes inklusive seiner Fantasien, Wünsche und Ängste. Die Animation ist dramaturgisch so konzipiert, daß sie einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende hat. Der Anfang ist die Begegnung mit der ersten Frau - der Venus von Tizian - einer Figur, die Mutter und Geliebte gleichzeitig sein kann; sie bereitet ihm den Weg zum labyrinthischen Chaos der alten und jüngeren europäischen "Frauenwelt", in der er genüßlich umherschweift, sich verirrt, gehetzt wird, außer Atem kommt, im Rausch sich zu verlieren scheint, um zum Ende, sich von der letzten Frau - einer Nana (einer der wenigen von einer Frau geschaffenen weiblichen Akte) - verabschieden zu lassen. Da in 4 Minuten die 200 verschiedene Akte weder von ihrer Anzahl noch von ihrer Geschwindigkeit her, mit der sie vorbei huschen, wirklich wahrgenommen, geschweige denn wiedererkannt werden können, wirkt die Animation hoch komplex. Diese Komplexität gepaart mit Witz und Ironie, mit dem der männliche Blick herumschweift und die weiblichen Akte sich ihm in den Weg stellen und Verwirrung stiften, motiviert den Betrachter, die Projektion ein zweites oder gar ein drittes Mal zu sehen.
Ein blendend weißes, sauber gewaschenes, im Wind zum Trocknen aufgehängtes Leintuch dient aus inhaltlichen Gründen als Projektionsfläche: Eine "Wäscheleine" ist auch heute noch das plastische Werk der Frau, das in seinem Endzweck dazu dient, auch sexuelle Fantasien zu realisieren; so werden durch ein flatterndes Bettuch die erotischen Assoziationen gefördert. Der skulpturale Charakter der "Wäscheleine" bewirkt einen räumlichen Einbezug des Betrachters in das Geschehen.

TON IN DER ANIMATION/INSTALLATION Die emotionell und erotisch geladene Stimmung, die sich mit Ironie und Witz vermischt, wird tonmässig durch ein "Recycling" von Frauenstimmen aus bestehenden Spielfilmen unterstützt. Diese Stimmen sind zum größten Teil verfremdet, überlagert und kaum verständlich. Ab und zu sind einzelne Wortfetzen in verschiedenen Sprachen wahrnehmbar.
Franziska Megert, 1996

TEXTE EN FRANÇAIS:

DUREE ET TITRE
HOMMeAGE, 4’, ch 1+2, © Franziska Megert 1996

HOMMeAGE est une dédicace à la femme et à l’homme, à l’homme âgé, âgé pas en ce qui concerne la durée de vie, mais à l’homme comme homme éternel qui ne se change pas, qui reste toujours le même.


IMAGE
Une anthologie d’environ deux cent tableaux - peints pendant les derniers 500 ans en Europe montrant des femmes nues étendues, assises ou debout - constitue la structure de l’animation. Toutes les toiles – principalement des parties de toiles - ont étés scannées et manipulées dans l’ordinateur de sorte que les dimensions de touts les corps se ressemblent. Les images scannée sont animées par un logiciel 3d.

La plus grande partie de ces toiles bien célèbres est peinte par des hommes chrétiens d’Europe. Voilà quelques noms : Cranach, Tizian, Tintoretto, Botticelli, Jordaens, Rembrandt, Rubens, Boucher, Courbet, Poussin, Ingres, Delacroix, Matisse, Kirchner, Picasso, Grosz, Modigliani, Balthus, Lichtenstein etc. L‘ ensemble de ces peintures provenues des différentes périodes et des régions diverses, la plupart de la région méditerranée - se transforme dans une architecture flexible composant des longues corridors, des halles vastes, des déviations, des impasses, des immenses escaliers, dans un labyrinthe gigantesque où tous les créateurs ces tableaux en forme d’un seul voyeur perceptible que par son regard (caméra subjective) s’amuse, redoute, communique, s'irrite, fuie, danse etc.... Il s’agit du regard de l’homme éternel.
L e début montre le rencontre avec la première femme dans la vie d’un homme– ici la vénus de Tizian – une femme qui représente mère et amour en même temps.
Elle lui prépare le chemin pour arriver au labyrinthe chaotique du monde des femmes où sa vie devient turbulente.
La dernière femme en forme d’une NANA – une des rares représentations d’une femme nue par une artiste (Niki de Saint Phalle) s’éloigne de lui.


SON
L’ambiance érotique - chargée avec beaucoup d’émotion et mélangée avec ironie et esprit - est renforcée par un son qui se compose d’une anthologie des voix de femmes en langues diverses copiées des films de télévision. Ces voix sont – analogue aux images - manipulées dans l’ordinateur mais cette fois de sorte que l’émotion du discours devient plus important que sont contenu.


DESCRIPTION DE L'INSTALLATION
Une projection de l’animation sur un drap mis à sécher. Une brise fine en forme d’un ventilateur caché fait bouger le drap.